Knochenersatz

Eigener Knochen oder Knochenersatzmaterial?

Jeder weiß, dass es kein besseres Ersatzmaterial für den eigenen Knochen gibt als den eigenen Knochen.

Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen bestätigt dies. Körpereigener Knochen stellt das beste und sicherste Transplantat dar. Im Gegensatz zu allen bekannten Knochenersatzmaterialien liefert er die zum Kieferaufbau notwendigen körpereigene Zellen und Wachstumshormone während Knochenersatzmaterialien nur als Leitschiene zum Knochenwachstum dienen können.

Wissenschaftlich wird die Transplantation von körpereigenem Knochen deshalb auch als „Goldstandard“ bezeichnet.

Aber die Angst der Patienten vor einer Knochenentnahme vom Kiefer oder gar vom Beckenkamm ist groß. Dies, obwohl die Knochenentnahme, wenn sie durch erfahrenen Oral- und Kieferchirurgen erfolgt unkompliziert und harmlos ist. Leider werden die Patienten in ihrer Angst durch chirurgisch unerfahrene „Implantologen“ häufig noch bestärkt. Ihnen wird vermittelt, dass die Entnahme von Eigenknochen „altmodisch“ und mit starken Beschwerden verbunden sei. Der alleinige Knochenaufbau mittels Ersatzmaterialien sei heute „state oft the art“.

Es werden verschiedenste Ersatzmaterialien angeboten. Selbst Leichenknochen kommen zum Einsatz. In der Klinik ABC Bogen bevorzugen wir ein Material das aus Rinderknochen gewonnen wird. Es gehört zu den besten untersuchtesten und erforschten Ersatzmaterialien und ist seit Jahrzehnten im Einsatz.

Knochengewinnung

Bei kleineren Kieferdefekten ist der Aufbau oft mit speziellen chirurgischen Techniken, der Gewinnung von Knochenspänen und dem Einsatz von wenig Ersatzmaterial allein möglich. Wenn aber größere Kieferbereiche aufgebaut werden müssen, ist dies allein mit Ersatzmaterialien meistens nicht möglich. Der Knochenaufbau muss durch körpereigene Zellen unterstützt werden wenn ein langfristig sichere Ergebnis für die Implantate erreicht werden soll.

Bei uns, in der Zahnklinik ABC Bogen, werden dann mit extrem schonenden Methoden körpereigene Transplantate gewonnen. Sie enthalten neben Knochenspänen auch Knochenmark, in dem Wachstumshormone und die sogenannten Stammzellen enthalten sind. Unsere Chirurgen wenden dabei modernste Verfahren, beispielsweise auch die Piezochirurgie, an.

Piezochirurgie

Piezochirurgie bedeutet, dass man bei chirurgischen Eingriffen ultraschallgestützte Instrumente statt rotierender Bohrer oder kleiner Sägen einsetzt. Piezoinstrumente bieten den Vorteil nur harte Gewebe, also z.B. den Kiefer nicht aber die angrenzenden sensiblen Weichgewebe zu durchtrennen. Dies bietet insbesondere bei der Gewinnung von patienteneigenem Knochenspänen oder Blöckchen in der Kieferchirurgie und Implantatchirurgie deutliche Vorteile. So kann auch in schwierig zugänglichen Regionen im Mund minimal invasiv und sehr schonend operiert werden.

Für unsere Patienten werden die kleinen Eingriffe zur Knochengewinnung dadurch noch unaufgeregter und sicherer. Die Entnahme erfolgt ambulant und unkompliziert.