Inhaltsverzeichnis

  1. Ursachen
  2. Risiken
  3. Behandlung
  4. Prophylaxe

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Lockere Zähne

Wackelzahn: Ursachen, Risiken, Therapien

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Verfasst von Madeleine Kleine, Assistenzzahnärztin

Erfahren Sie in den folgenden Textabschnitten, welches die häufigsten Ursachen für lockere Zähne sind, welche Behandlungen erfolgen können und wie Sie bestmöglich erhöhten Zahnmobilitäten vorbeugen.

Artikel vom: 21.04.2020 | Letzte Überarbeitung: 27.05.2020

Haben Sie einen oder mehrere lockere Zähne in Ihrem Gebiss entdeckt? Fragen Sie sich, wie es dazu kommen kann, dass diese ihren Halt verloren haben? Eine Lockerung von Zähnen kann unterschiedliche Gründe haben.


Die häufigste Ursache für „wackelnde“ Zähne ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates, die sogenannte Parodontitis. Die Zähne sind vereinfacht ausgedrückt in einem knöchernen Zahnfach an feinsten Fasern aufgehängt, schützend umschlossen durch eine Zahnfleischmanschette. Meist verursacht durch die Ansammlung von Zahnbelag, auch Plaque genannt, kann sich eine Aneinanderreihung gewebeabbauender Prozesse ereignen. So kann auf eine unbehandelte Zahnfleischentzündung (Gingivitis) durch in die Tiefe eindringende Bakterien eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) folgen. Unbehandelt kommt es durch komplexe Mechanismen zu einem Verlust von Anteilen des Zahnfachknochens sowie des stützenden Weichgewebes, woraus eine Beweglichkeit der betroffenen Zähne erfolgen kann. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf der Seite des Themas „Parodontitis“.

Eine erhöhte Zahnmobilität kann auch die Folge einer regelmäßigen Überbelastung aufgrund von unbewusstem, massiven Zähneknirschen (Bruxismus) sein. Frühzeitige Diagnostik, Erörterung der verantwortlichen Ursachen und Einleitung stabilisierender und schützender Therapiemaßnahmen kann hier hilfreich sein. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf der Seite des Themas „Zähneknirschen“.

Ein Unfall oder ein sportlich bedingtes, traumatisches Ereignis bei welchem ein Zahn oder mehrere Zähne einen Stoß oder Schlag erlitten haben, kann abhängig von den individuell einwirkenden Kräften, eine Lockerung der betroffenen Zähne verursachen. Je nach Schweregrad der möglichen Positionsveränderung sollte durch zahnärztliche Notfallmaßnahmen ggf. eine Repositionierung erfolgen mit anschließender vorübergehender Stabilisierung.

Schlecht sitzende Restaurationen einzelner Zähne, welche beispielsweise aufgrund einer im Vergleich zu den restlichen Zähnen ungleichmäßig eingestellten Höhe, Überbelastungen des Zahnhalteapparates verursachen.


Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache der erhöhten Zahnbeweglichkeit, können sich unbehandelt möglicherweise verschlimmernde Prozesse ereignen, woraufhin schlimmsten Falls der Verlust der betroffenen Zähne droht.


Durch rechtzeitige Konsultierung eines zahnärztlichen Spezialisten lässt sich nach Abklärung der genauen Ursachen eine individuell angepasste Therapie einleiten.

Parodontitis

Im Fall einer Parodontitis-Erkrankung erfolgt eine präzise Diagnostik, um den genauen Krankheitsstatus ggf. auch weiterer Zähne bestimmen zu können. Modernste bildgebende röntgenologische Verfahren werden unterstützend herangezogen, damit das exakte Ausmaß eines möglichen knöchernen Niveauverlustes sichtbar wird.

Zähneknirschen

Bei exzessivem, meist sogar unbewussten Zähneknirschen (Bruxismus), kann durch die Anfertigung einer protektiven und stabilisierenden Zahnschiene, welche klassischer Weise vorrangig nachts getragen wird, eine Entlastung sowie Regeneration erzielt werden. Überbelasteten Zähnen wird so die Möglichkeit gegeben, sich wieder zu festigen. Zusätzlich ist eine genaue Erörterung der Bruxismus-Ursachen unabdinglich, um weitere entlastende Maßnahmen einleiten zu können (siehe „Knirschende Zähne“).

Traumata

Durch Traumata gelockerte Zähne benötigen therapeutisch häufig übergangsweise eine Stabilisierung, welche z.B. in Form einer Kombination aus Glasfaserband und ästhetischer Komposite erfolgen kann, auch eine dünne Zahnschiene kann indiziert sein. Zusätzlich wird durch Kältetests die Vitalität der sich im Inneren der Zähne befindenden Zahnnerven kontrolliert. Sollte diese in Folge zu starker traumatischer Kräfte verloren gegangen sein, wird eine Wurzelkanalbehandlung eines solchen Zahnes notwendig werden.

Zahnrestaurationen

Zahnrestaurationen, welche eine schlecht eingestellte Höhe und somit einen Vorkontakt aufweisen, können mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen wie beispielsweise leichter Kontaktpunktreduktion nachträglich verbessert werden.


Da eine Parodontitis-Erkrankung die häufigste Ursache für Zahnlockerungen darstellt, sollten Sie sensibel für anfängliche Symptome sein. Hierzu gehört beispielsweise ein häufiges Zahnfleischbluten während des Zähneputzens oder auch mögliches Auftreten von Mundgeruch aufgrund von versteckter Bakterien. Neben der Selbstbeobachtung sind regelmäßige zahnärztliche Routinekontrollen sowie professionelle Zahnreinigungen wichtige prophylaktische Maßnahmen. Auch eine gründliche häusliche Zahnpflege inklusive einer Zahnzwischenraumreinigung mittels Zahnseide und/oder spezieller Bürstchen, sind nicht zu unterschätzende Faktoren.

Weiterhin kann die Anfertigung eines individuellen Sportzahnschutz für die Ausübung von Sportarten, welche mit besonders hohem Risiko für Zahntraumata behaftet sind, empfehlenswert sein.

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Expertentipp:
Grundsätzlich raten wir Ihnen, lieber einmal mehr unseren zahnärztlichen Rat aufzusuchen, um prophylaktische Maßnahmen sowie Therapien frühestmöglich einleiten zu können, im Sinne einer möglichst vollständigen Erhaltung aller wertvollen Strukturen und Gewebe.

Zahnklinik ABC Bogen

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