Wurzelspitzenresektion in der Hamburger Innenstadt

Diese Prozedur wird bei einer chronischen Entzündung nahe der Wurzelspitze dann notwendig, wenn die klassische Wurzelbehandlung nicht wirksam war. Ein Grund für die Wurzelspitzenresektion (abgekürzt: WSR) könnte etwa sein, dass Karies sich im inneren des Zahns ausgebreitet hat.

Starke Schmerzen können bei einer solchen Infektion entstehen und rühren daher, dass die in Folge der Entzündung erweiterten Blutgefäße auf den Nerv im Zahn drücken. Auch können sich Bakterien in diesem Stadium der Erkrankung bis hin zur Wurzelspitze ausbreiten und von dort aus den Kiefer angreifen. Wenn keine Behandlung erfolgt, können Bakterien als eine weitere Folge dieses Prozesses in den Blutkreislauf gelangen und die gesamte Gesundheit beeinträchtigen.

Was ist eine Wurzelspitzenresektion?

Die Wurzelspitzenresektion ist ein dentalchirurgischer Eingriff und eine Maßnahme der Endodontie – einer Disziplin zur Behandlung des erkrankten Zahninneren.

Ziel einer Wurzelspitzenresektion

Die WSR dient der Entfernung der Wurzelspitze eines Zahns. Dieses Verfahren ist eine notwendige Behandlungsmethode zur Erhaltung von natürlichen Zähnen im Gebiss, wenn diese unter bakteriellen Infektionen wie Karies oder anderen Entzündungen an der Zahnwurzel leiden.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Wurzelspitzenresektion

Geeignet für: sinnvollen Zahnerhalt
Anästhesie: Lokalanästhesie bei Bedarf Sedierung möglich
Notwendig bei: fehlgeschlagener Wurzelbehandlung
Untersuchung: Klinisch und rötngenologisch
Vorteile: Zahnerhalt wenn möglich
Dauer: 20-60 Minuten
Kosten: Kassenleistung, mit MTA-Zement 120 – 280 EUR

Vorteile der Zahnklinik ABC Bogen

Durch moderne Behandlungstechniken, neue Instrumente und Füllmaterialien, den Einsatz des Operationsmikroskops und unsere langjährige Erfahrung können wir heute Zähne erhalten, für die es früher keine Rettung gab.

  • Wurzelkanalbehandlung erfolgt mikroskopisch
  • laserassistierte Messverfahren – Endometrie
  • thermoplastische Füllungsverfahren
  • optimale Füllungsmaterialien
  • ultraschallgestützte Aufbereitung
  • photoaktivierte Desinfektion (PAD) zur Reinigung von kleinsten Verästelungen

Diese modernen Methoden der Endodontologie können in vielen Fällen für den Erhalt der Zähne sorgen, deren Wurzelkanalsystem entzündet ist. Dabei werden mit einem relativ kleinen Eingriff die im Wurzelkanalsystem befindlichen Bakterien – die Ursache für die Entzündung – beseitigt.

Diese moderne Behandlungsmethode bedarf keines zusätzlichen chirurgischen Eingriffs und spart Ihnen in der Regel die Kosten für einen Zahnersatz, etwa für ein Zahnimplantat oder für eine Zahnbrücke.

Ablauf der Wurzelspitzenresektion

Ein endodontologischer Eingriff dient der Zahnerhaltung. Durch die Beseitigung der Infektion soll ihre Ausbreitung in das Zahninnere mitsamt den möglichen Folgen verhindert werden. Wichtig ist dabei die Erhaltungswürdigkeit des Zahns: Er muss nach der WSR mit einer Füllung oder einer Krone versorgt und erhalten werden können.

1. Schritt: Lokalisierung der Entzündung

Allem voran wird die Entzündung im Bereich der Wurzelspitze präzise bestimmt. Wenn die Diagnose zeigt, dass diese Entzündung nicht mit der regulären Wurzelkanalbehandlung behandelt werden kann, wird die Wurzelresektion bei örtlicher Betäubung durchgeführt. In der Regel dauert dieser Vorgang etwa eine halbe Stunde. Abhängig von der Komplexität der individuellen Infektion kann die Behandlung auch weniger Zeit in Anspruch nehmen.

2. Schritt: Entfernung des entzündeten Gewebes

Bei einer klassischen Wurzelkanalbehandlung wird die Spitze der Wurzel durch die Zahnkrone erreicht. Bei der Wurzelspitzenresektion ist dies in der Regel anders: Hier wird die Wurzelspitze durch den Kieferknochen von außen zugänglich gemacht.

Weiterhin werden das Zahnfleisch und die Knochenhaut des geschädigten Zahns bei dem operativen Eingriff durchtrennt, um an die Wurzelspitze zu gelangen. Diese liegt unter dem Kieferknochen, der so weit abgetragen wird, bis das Zahninnere sichtbar ist. So werden die Voraussetzungen für den folgenden Therapieschritt geschaffen, in welchem das entzündete Gewebe um die Wurzel entfernt wird.

3. Schritt: Entfernung der Wurzelspitze

In der Regel wird die Spitze der Wurzel um ungefähr drei Millimeter gekürzt. In Ausnahmefällen muss diese noch stärker verringert werden, beispielsweise bei einer erheblichen Krümmung der Wurzel oder wenn bei einer vorausgegangenen Wurzelkanalbehandlung ein hauchfeines Instrument im Wurzelkanal unbemerkt abgebrochen und verblieben ist.

Im nächsten Schritt wird der behandelte Bereich sorgfältig desinfiziert und anschließend der Wurzelkanal mit einer speziellen Füllung versiegelt. Das Gewebe, welches für die Behandlung abgetrennt wurde, wird nun zurückgeklappt, die entstandene Wunde vernäht.

Dank Röntgenaufnahmen, die im Anschluss erneut angefertigt werden, kann die Wurzelspitzenresektion sowie die Füllung der Wurzelkanäle noch einmal kontrolliert werden.

4. Schritt: Erfolgskontrolle und Heilungsdauer

Die Wundheilung im Weichgewebe des Zahninnern nach erfolgter Wurzelresektion dauert in der Regel sieben bis zehn Tage, danach werden die Nähte wieder gezogen. Nach ungefähr drei Monaten bis zu einem halben Jahr werden Sie erneut in die Praxis gebeten, um den Heilungsprozess im Bereich des Knochens mithilfe von Röntgenbildern zu kontrollieren. Diese Kontrolluntersuchung überprüft auch zuverlässig den Erfolg der Wurzelspitzenresektion.

Risiken einer Wurzelspitzenresektion

Von einer Wurzelspitzenresektion ist dann abzuraten, wenn der allgemeine Gesundheitszustand angeschlagen ist und der Organismus nicht zusätzlich belastet werden soll. Wenn eine maßgebliche Verbesserung des Gebisses unwahrscheinlich ist, wird keine WSR empfohlen: Bei einem kaum vorhandenen oder bereits weitgehend geschädigtem Zahnhalteapparat wird stattdessen empfohlen, den von einer Entzündung in der Zahnwurzel betroffenen Zahn zu entfernen.

Tipps zum Verhalten nach der Wurzelspitzenresektion

Erst nach vollständigem Abklingen der örtlichen Betäubung sollten Sie wieder essen. Ausdrücklich empfohlen ist es zudem, 24 Stunden nach der Therapie auf Rauchen und Kaffee zu verzichten, damit die Heilung einwandfrei verlaufen kann. Am Tag der Wurzelspitzenresektion und am darauffolgenden Tag sollten Sie darüber hinaus auf körperliche Anstrengung verzichten. Ein in kaltes Wasser getränkter und ausgewrungener Waschlappen kann eventuell entstehende Schwellungen und einen möglichen Bluterguss in Folge der Wurzelspitzen-Therapie vermeiden oder lindern. Nach der erfolgreichen Wurzelspitzenresektion sollte besondere Achtsamkeit auf eine gründliche Mundhygiene gelegt und damit der Heilungsverlauf unterstützt werden. Denn damit beugen Sie einer erneuten Ausbreitung von Bakterien im Mundraum vor.

Kosten einer Wurzelspitzenresektion

Die Kosten für eine Wurzelresektion und für eine klassische Wurzelbehandlung hängen bisweilen voneinander ab.

Wenn der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wurde, können die Kosten mitunter von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden. Eine Ablehnung der Kassen kann in manchen Fällen und besonders bei den hinten liegenden Backenzähnen vorkommen. In diesem Mundbereich übernehmen die Krankenversicherungen nur dann die Kosten für eine Wurzelbehandlung, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Der betroffene Backenzahn liegt in einer lückenlosen Zahnreihe
  • Die Wurzelspitzenresektion verhindert eine Verkürzung der Zahnreihe nach hinten heraus
  • Die Wurzelspitzenresektion kann den Erhalt eines bereits vorhandenen Zahnersatzes gewährleisten

Allgemein werden die Kosten der Wurzelbehandlung bei unsicheren Aussichten auf Erfolg von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Gleiches gilt für den Einsatz bestimmter spezieller Techniken zur Behandlung. Die Wurzelbehandlung ist in diesen Fällen eine private Leistung.

Wenn die Wurzelkanalbehandlung von der Krankenkasse bewilligt worden ist und danach eine Wurzelspitzenresektion benötigt wird, übernimmt die gesetzliche Versicherung normalerweise auch dafür die anfallenden Kosten.

Sie haben Fragen zu Ihrer individuellen Behandlung? Dann freuen wir uns, wenn wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

Häufige Fragen und Antworten

Dr. Stefan Triebswetter steht Ihnen als erfahrener Spezialist für Wurzelspitzenresektion gerne beratend zur Seite.

Ja, es erfolgt ein sehr kleiner Schleimhautschnitt in der Mundhöhle.

Sie können alles Essen, jedoch zurückhaltend mit Milchprodukten, koffeinhaltigen Getränken, sowie heiser Nahrung und Getränken sein.

Die Extraktion d.h. das Entfernen des jeweiligen Zahnes.

Die Wurzelspitzenkappung (WSR) sollte als der letzte Versuch angesehen werden den Zahn zu erhalten. Beim Ausbleiben oder Scheitern einer solchen Behandlung muss der Zahn gezogen werden.

Nein, bei ausreichen Wirkung einer Lokalanästhesie spüren Sie nur Druck und Vibration aber keinesfalls Schmerzen.

Wenn es sich um einen Zahn handelt, der nur eine Wurzel hat, dann kann man normalerweise gleich am nächsten Tag wieder arbeiten. Bei mehrwurzeligen Zähne könnte es sein das man ein bis zwei Tage ausfällt.

Je nachdem um welchen Zahn es dabei geht, zwischen 20 Minuten. und 1 Stunde.

Wir arbeiten mit den modernsten Materialien die aktuell auf dem Markt sind und ausreichend wissenschaftlich belegt sind. Dazu gehören Mineral-Trioxid- Aggregat –Zement (MTA) und Super EBA-Zement. Zudem wird mit mikrochirurgischen Instrumenten gearbeitet um beste Ergebnisse maximal gewebeschonend zu erreichen.

Weil mit Hilfe eines Mikroskops eine bessere Übersicht erreicht werden kann, die von erheblicher Bedeutung bei einer Wurzelspitzenkappung ist, da es sich dabei oft um einen anatomisch schwer einsehbaren Bereich handelt. Zudem kann hierdurch noch gewebeschonender gearbeitet werden.

Eine einfache Wurzelspitzenkappung ohne mikrochirurgische Maßnahmen ist eine Kassenleistung bei gesetzlich Versicherten. Für eine Zusatzvereinbarung bei der Anwendung von mikrochirurgischen Maßnahmen und dem sehr teuren MTA-Zement müssen Sie mit Kosten zwischen 120 und 280 Euro pro Zahn rechnen. Private Krankenversicherungen übernehmen im Regelfall alle aufkommenden Kosten.

In frühen Stadien kann eine Wurzelbehandlung versucht werden. Bei fortgeschrittener Entzündung kann nur eine Wurzelspitzenkappung (WSR) zum Ziel führen.

Bei einer erfolgreichen Behandlung kann der Zahn gerettet werden und der auf dem Zahn befestigte Zahnersatz (Krone, Brücke etc.) kann weiter getragen werden

Man kann einen zweiten Versuch durchführen. Dieses muss immer individuell betrachtet werden. Auch wenn der Zahn beim zweiten Mal erneut gekappt wird, sollte er noch eine ausreichende Länge haben.

Wenn man einen Zahn durch eine Wurzelspitzenkappung (WSR) noch retten kann, dann ist die Wurzelspitzenkappung (WSR) immer besser. Einen Zahn ziehen kann man immer noch, aber man sollte auch die Folgen einer Zahnlücke betrachten.

Nicht zwangsläufig, wenn eine Wurzelbehandlung erfolgreich die Entzündung zum Ausheilen bringt, dann kann auf eine Wurzelspitzenkappung (WSR) verzichtet werden.

Ja, wenn die Entzündung nicht sehr ausgedehnt ist. Dies kann mit einem Röntgenbild schnell eingeschätzt werden.

Ja, bei erfolgreicher Wurzelspitzenkappung (WSR).