Weisheitszahnentfernung in der Hamburger Innenstadt

Die sogenannten Weisheitszähne (auch die Dritten Molaren, Dentes serotini oder Dentes sapientes genannt) sind trotz ihres Namens kein Anzeichen für die steigende Weisheit. Ihre Bezeichnung verdanken sie hingegen der Tatsache, dass sie meist erst im frühen Erwachsenenalter im Gebiss durchbrechen. Dieser natürliche Vorgang tritt bei 80 Prozent der Bevölkerung auf. Doch nur, wenn sie Probleme im Mundraum auslösen, müssen sie durch eine Operation entnommen werden.

Die Weisheitszähne haben wir von unseren urzeitlichen Vorfahren geerbt, für welche die zusätzlichen Zähne lebensnotwendige Beißwerkzeuge zum Zerkauen von größtenteils unbearbeiteter Nahrung waren. Jeder Quadrant im Mundraum umfasst insgesamt sieben Zähne: Weil sich je ein Weisheitszahn dazugesellt, werden Weisheitszähne auch »Achter« genannt.

Wann müssen Weisheitszähne gezogen werden?

Häufig sind Weisheitszähne die Ursache für Entzündungen der Mundschleimhaut und des Kiefers. Sie haben zu wenig Platz im vollbezahnten Kiefer und bleiben schmerzhaft im Durchbruch stecken. Dabei sind sie ganz oder teilweise von Schleimhaut bedeckt und verlagert.

Sie bereiten nicht nur Schmerzen, sondern verschieben durch ihr Wachstum auch die übrigen Zähne. Das ist besonders ärgerlich, wenn diese vorher mit viel Mühe kieferorthopädisch in die richtige Position gebracht wurden. Dank moderner, schonender Methoden, wie wir sie in der Zahnklinik ABC Bogen anwenden, lässt sich diese Zahnentfernung meist beschwerdefrei durchführen.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Weisheitszahn OP

Geeignet für:i.d.r. jeden
Anästhesie:Lokalanästhesie / Sedierung / Vollnarkose
Notwendig bei:nicht erhaltungswürdigen Zähnen
Untersuchung:Klinisch, Röntgen
Vorteile:Schaffung entzündungsfreier Verhältnisse
Behndlung:Gewebe schonend
Dauer:15-45 Minuten
Nachsorge:7-10 Tage postoperativ
Kosten:Kassenleistung

Vorteile der Zahnklinik ABC Bogen

In unsrer Klinik besteht die Möglichkeit in Sedierung/Dämmerschlaf oder auch Vollnarkose behandelt zu werden. Somit können sie den Eingriff angstfrei und entspannt durchführen lassen. Optische Vergrößerungen und Mikroskope helfen unseren erfahrenen Ärzten dabei sie optimal zu behandeln.

  • Gewebeschonend
  • mikrochirurgisch
  • schmerzfrei in Narkose/Dämmerschlaf wenn gewünscht
  • Förderung eine schnellen Regeneration der Wunde durch modernste Materialien

Ablauf der Weisheitszahnentfernung

Die Weisheitszahn-OP führen wir bei örtlicher Betäubung durch – diese Anästhesie verhindert Ihr Schmerzempfinden während des Eingriffs, der dennoch bei vollem Bewusstsein durchgeführt wird.

Eine weitere Option zur Durchführung der Operation stellt die Kurznarkose bzw. Vollnarkose dar. Bei dieser Form der Narkose wachen Sie ungefähr zwei bis drei Stunden nach dem Eingriff auf, nachdem Sie diesen nicht bewusst miterlebt haben. Nach der Operation sollten Sie von einer Begleitperson nach Hause gebracht werden.

Eine Kurznarkose bzw. Vollnarkose fällt im Gegensatz zur örtlichen Betäubung nicht in den Umfang der von der Krankenkasse übernommenen Leistungen.

Verhalten nach der Weisheitszahn-OP

Nach jeder Entfernung von Weisheitszähnen wird in der Praxis ein baldiger Termin zur Kontrolle vereinbart. Wenn sie jedoch schon vorher Probleme verspüren, etwa pochende Schmerzen, starke Nachblutungen oder Fieber, sollten Sie uns – wie auch nach jedem anderen operativen Eingriff – kontaktieren.

Nachdem die Wirkung der Betäubung nachlässt, kann es zu spürbaren Schmerzen und/oder Schwellungen kommen. Dies sind normale Nachwirkungen einer Operation, gegen die wir Ihnen ein Schmerzmittel mitgeben oder verschreiben. Von eigenständiger Einnahme anderer Schmerzmittel ohne vorherige Absprache mit einem Arzt wird abgeraten, da Arzneimittel wie etwa Aspirin Auswirkungen auf die Blutgerinnung haben.

Körperliche Ruhe nach dem Eingriff kann die Wundheilung sehr positiv beeinflussen und Ihren Heilungsprozess erleichtern. Nehmen Sie sich daher für die ersten Tage nach der OP nicht zu viel vor. Das Schmerzempfinden, die Dauer der Heilung und die Stärke der Schwellungen sind jedoch von Mensch zu Mensch individuell verschieden.

Tipps für schnelle Heilung

Das wichtigste Mittel für die schnelle Genesung nach der Weisheitszahn-OP ist viel Ruhe. In der frischen Wunde bildet sich in dieser Zeit ein Blutpfropf, der sich zu neuem Bindegewebe und neuer Knochenmasse entwickelt.

Körperliche Anstrengung sind in der Heilungsphase tabu, da diese Nachblutungen verursachen können. Meiden sie unbedingt sportliche Aktivitäten, aber auch wenn möglich Hausarbeit. Förderlich für die Heilung dagegen ist eine etwas erhöhte Schlafposition.

Essen und Trinken nach der Weisheitszahn-OP

Wasser und weiche Nahrung sind die ratsamsten Lebensmittel, wenn es um die Beschleunigung des Heilungsprozesses geht. Von heißen Getränken sowie Kaffee und Alkohol wird nach der Weisheitszahn-OP aus ärztlicher Sicht abgeraten. Von der Aufnahme harter Nahrung ist besonders deshalb abzusehen, weil die beim Kauen entstehenden Krümel im Mund zurückbleiben und Entzündungen verursachen können.

Vermieden sollte auch der Gebrauch von Mundspüllösungen, beispielsweise mit Chlorhexidin. Rauchen kann sich wegen der giftigen Eigenschaften des Nikotins negativ auf das betroffene Gewebe auswirken, weshalb der Genuss von Zigaretten von Rauchern in dieser Phase ausgesetzt werden sollte.

Treten Nachblutungen dennoch auf, können Sie die Beschwerden mit leichten Schmerztabletten lindern. Kühlen Sie den Bereich bitte nicht mit Eiswürfeln, sondern schonend mit einem in kaltem Wasser angefeuchteten Waschlappen.

Zusammenfassung – Was tun nach der Weisheitszahn-OP?

  • keine körperliche Anstrengung über mehrere Tage
  • keine heißen Getränke wie Kaffee
  • kein Alkohol
  • kein Zigarettenkonsum
  • keine Mundspüllösung mit Chlorhexidin
  • verwenden
  • Gönnen Sie sich viel Ruhe
  • Essen Sie weiche Nahrung
  • Nehmen Sie eine erhöhte Schlafposition ein
  • Kühlen Sie die Schwellung mit einem kalt-feuchten Waschlappen
  • Bei anhaltenden, pochenden Schmerzen sowie Fieber kontaktieren Sie uns für einen Nachsorge-Termin

Kosten einer Weisheitszahn OP

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten einer Weisheitszahn-OP, wenn die Extraktion als medizinisch notwendig erachtet und mit einer lokalen Betäubung durchgeführt wird.

Für gesetzlich Versicherte fallen für eine Narkose oder eine Sedierung Kosten je nach Länge des Eingriffs an. Bei privaten Krankenversicherungen werden diese in der Regel übernommen.

Häufige Fragen und Antworten

Dr. Stefan Triebswetter steht Ihnen als erfahrener Spezialist für Oralchirurgie und Zahnextraktion gerne beratend zur Seite.

Nein, nicht unbedingt. Es gibt Menschen die haben alle vier, manche weniger und wieder andere besitzen gar keine Weisheitszähne. Der Grund für die Varianz liegt in der Zahnentwicklung, die sowohl erblich bedingt, als auch durch nicht bekannte Faktoren in der Zahnkeimbildung entstehen können.

Das unterschiedliche Vorkommen von Weisheitszähnen ist Teil der evolutionären Veränderung. In der menschlichen Entwicklung wurden die Weisheitszähne immer unnötiger, da unsere Nahrung immer weicher geworden ist. So „verkümmerten“ die Weisheitszähne allmählich. Das erklärt auch, warum die Anzahl der Zähne schwankt.

Wenn genügend Platz für die durchbrechenden Zähne besteht, muss man den Weisheitszahn nicht ziehen. Liegen diese jedoch schief oder verdreht im Kiefer, empfiehlt es sich die Weisheitszähne zu entfernen.

Die Weisheitszähne können in einer einzigen OP entfernt werden, bei der alle vier Zähne gleichzeitig gezogen werden. Der Eingriff kann jedoch auch auf zwei oder mehrere Termine aufgeteilt werden. Bei der Entscheidungsfindung helfen wir Ihnen gerne je nach Ihrer individuellen Konstitution.

Eine Kompakt-OP kann unter Umständen eine bedeutende Belastung für den Körper sein. Die vier Wunden der gezogenen Zähne müssen schließlich gleichzeitig abheilen und stellen sowohl Ihr Immunsystem vor eine Herausforderung als auch eine stärkere Einschränkung bei der täglichen Nahrungsaufnahme dar. Aus diesem Grund ist ein solcher Eingriff nicht für jeden geeignet.

Bei mehreren Terminen zur Ziehung der Weisheitszähne finden diese in der Regel im Abstand weniger Wochen statt. In jeder Sitzung werden dann zum Beispiel jeweils zwei Zähne gezogen. Dadurch verringern sich die Schwierigkeiten beim Essen und Trinken, und die Wundheilung kann gegebenenfalls beschleunigt werden.

Schnelle Abhilfe bei akuten Schmerzen, die ein noch vorhandener Weisheitszahn verursachen kann, wenn er gegen den Nachbarzahn oder den Knochen drückt, kann eine Kühlung mit Kamillentee schaffen. Hierfür können Sie den Teebeutel kurz mit kaltem Wasser anfeuchten, die überflüssige Flüssigkeit ausdrücken und den Beutel im Kühlschrank eine Weile kühlen lassen. Pressen Sie anschießend den Teebeutel an der betroffenen Stelle zwischen Ihren Zähnen. Die Kühlung lindert den akuten Schmerz; Kamille wirkt zusätzlich entzündungshemmend und abschwellend.

Anhaltende Schmerzen können jedoch ein Hinweis auf eine Beschädigung der Wurzel des umliegenden Zahns sein. Eine zahnärztliche Kontrolle ist bei länger andauernden Schmerzen also in jedem Fall angeraten.

Weisheitszähne können eine Ursache für einen erneuten Schiefstand sein, wenn der Kiefer zu klein ist und die Weisheitszähne keinen Platz haben durchzubrechen und somit Druck auf die restlichen Zähne aufbauen.

Man kann die operative Entfernung der Weisheitszähne sowohl unter Lokalanästhesie als auch unter Vollnarkose durchführen. Hierbei ist zu beachten dass unter Lokalanästhesie maximal zwei Zähne entfernt werden sollten. Bei einer Vollnarkose können ggf. alle vier Zähne entfernt werden. Bei sehr schwierigen Fällen oder bei sehr ängstlichen Patienten empfiehlt sich eine Vollnarkose.

In örtlicher Betäubung spürt man nur einen Druck, jedoch keinen Schmerz während der OP. Wenn nach der Weisheitszahnentfernung Schmerzen auftreten, sind diese leicht mit Schmerztabletten zu behandeln.

In den meisten Fällen kommt es zu einer dezenten Schwellung die jedoch ab dem dritten Tag zunehmend weniger wird.

Nein, die Weisheitszähne sind die letzten Zähne in der Zahnreihe und müssen deshalb nicht ersetzt werden.

Bei einem sonst gesunden Menschen, ist dies nur bei sehr ausgedehnten, akuten Entzündungen erforderlich. Ansonsten nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt oder Zahnarzt.

Je nach Grund der Medikamenteneinnahme und unter Berücksichtigung des Umfanges der bevorstehenden OP, sollte dies mit Ihrem behandelnden Arzt oder Zahnarzt besprochen werden.