Individueller Zahnersatz / Kiefergelenks-Diagnostik

Schlechter Zahnersatz hat weit reichende Folgen

Die Kiefergelenkerkrankungen sind nach Karies und Zahnfleischentzündungen die häufigsten Erkrankungen im Zahn- Mund- Kieferbereich. Kiefergelenkerkrankungen werden in der Fachsprache auch als „Craniomandibuläre Dysfunktionen“ oder „Myoarthropathien“ bezeichnet. Die gebräuchliche Abkürzung ist CMD.

Häufigste Ursache: Unzureichender Zahnersatz ohne Rücksicht auf die ideale Kiefergelenkposition führt über Frühkontakte der Zähne zu einer Fehlstellung. Die Folge: Die dauernd angespannte Kaumuskulatur verhärtet und verursacht ausstrahlende Muskelschmerzen und Kiefergelenkbeschwerden. Der Betroffene leidet dann unter Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, aber auch besonders hartnäckigen, schmerzhaften Verspannungen. Begleitende Knackgeräusche sind erster Hinweis auf eine bereits eingetretene krankhafte Veränderung im Gelenk.

Die häufigste Ursache ist das Abgleiten der Gelenkscheibe vom Gelenkkopf und das Zurückspringen in die ursprüngliche Situation. Bleibende Kiefergelenkschäden oder Arthrosen können dann die Folge von fehlerhaftem Zahnersatz sein.

Liegt eine CMD vor erfolgt zunächst die eingehende Diagnostik. Durch Computer gestützte Gelenkbahnaufzeichnungen lassen sich selbst versteckte Probleme erfassen und die Ergebnisse ermöglichen dann eine gezielte Behandlung.

Die weiterführende Therapie mit einer sogenannten „Schiene“ – herausnehmbarer Kunststoffüberzug auf den Zähnen – ist üblich. Häufig genügen aber schon Korrekturen am Zahnersatz, um die Probleme zu beseitigen. Der weitaus größte Teil der Kiefergelenkerkrankungen hat seine Ursache in Fehlern der Verzahnung bei der Bewegung der Kiefer.

Kiefergelenkoperationen bei CMD können mit moderner Diagnostik und Therapie fast immer vermieden werden.

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